Pferde entgiften mit Heilpflanzen

Die Leber und Nieren sollten immer gemeinsam entgiftet werden. Die Leber gibt während der Entgiftung Schadstoffe frei. Diese Schadstoffe werden durch die Nieren aus dem Körper transportiert.

Ein Pferd sollte nicht entgiftet werden, wenn es an einer akuten Infektion leidet oder es sich in einem schlechten Allgemeinzustand befindet.

In einigen Kräutern sind Bitterstoffe enthalten. Diese können empfindliche oder erkrankte Magenschleimhäute zusätzlich reizen. Bei den angegebenen Mengen sind uns keine Nebenwirkungen, oder Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, bekannt.

Wir empfehlen dennoch die Rücksprache mit einem Tierarzt.

  • Mariendistel (50mg/Tag je kg KM) max. 20g/Tag

    Mariendistelsamen entgiftet die Leber.
    Stabilisiert die Zellmembranen der Leber.
    Unterstützt die Regneration bereits geschädigter Leberzellen.

  • Artischocke (50mg/Tag je kg KM) max. 20g/Tag

    Wirkt schützend und steigert die Durchblutung der Leber.
    Unterstützt die Leber sich zu regenerieren.

  • Goldrute (40mg/Tag je kg KM) max. 15g/Tag

    Steigert die Tätigkeit der Nieren.
    Reinigt die Harnwege.

  • Schafgarbe (40mg/Tag je kg KM) max. 15g/Tag

    Unterstützt den Entgiftungsprozess der Leber.

  • Brennnessel (30mg/Tag je kg KM) max. 10g/Tag

    Wirkt Harntreibend und Harnsäureabführend.

  • Löwenzahn (30mg/Tag je kg KM) max. 10g/Tag

    Steigert die Tätigkeit der Nieren.

Wir mischen die Kräuter trocken in das Krippenfutter oder übergießen die Kräuter mit ca. 250ml kochendem Wasser und geben den abgekühlten Sud mit den Kräutern über das Futter.

Hautpilz bei Pferden

Achtung: Pilzerkrankungen des Pferdes können auf den Menschen übergehen. Bitte benutzen Sie für die Behandlung, eines befallenen Pferdes, Handschuhe und vermeiden Sie direkten Körperkontakt mit dem Tier.

Behandlung von Hautpilz

Die Behandlung sollte alle Pferde mit einschließen, die Kontakt mit dem erkrankten Tier hatten. Die Behandlung sollte über das Abheilen hinaus weitergeführt werden und bis zu 4 Wochen nach Abklingen der Symptome beibehalten werden..

Äußerliche Anwendung

Vor dem Aufbringen der Medikamente müssen die befallenen Stellen gereinigt und ggf. das Fell geschoren werden, damit das Präparat gründlich einwirken kann. Vorhandene Krusten müssen eingeweicht mit einer harten Bürste entfernt werden. Ein bereits verdünntes Präparat kann hier als Waschmittel verwendet werden. Wir haben bislang die besten Ergebnisse durch zweimaliges komplettes Waschen mit Imaverol (im Abstand von 3 bis 4 Tagen) und anschließender großflächiger Behandlung mit Lebermoosextrakt (ebenfalls im Abstand von 3 bis 4 Tagen) erzielt.

Äußerliche Anwendung mit Imaverol

Achtung: Die konzentrierte Lösung reizt Haut und Augen. Es wird empfohlen, beim Waschen Gummihandschuhe zu tragen, beim Spritzen mit Hochdruck ggf. Atemschutz und Schutzbrille.

Das Tierarzneimittel ist mit lauwarmem Wasser zu verdünnen (1:50), wodurch eine 0,2%ige Emulsion entsteht. Diese Emulsion wird gut vertragen, sie reizt weder die Haut noch die die Augen (im Gegensatz zum Konzentrat). Auch das Ablecken durch die behandelten Tiere ruft keine Nebenwirkungen hervor.

Der Inhalt eines Messbechers zu 10ml ist mit 500ml Wasser zu verrühren. 4 Mal im Abstand von 3 bis 4 Tagen das Tier mit der hergestellten Emulsion behandeln. Bei hartnäckigen Fällen kann eine längere Behandlungsdauer notwendig sein. Die erste Waschung sollte möglichst das ganze Tier umfassen, damit auch Pilzsporen von der Behandlung erfasst werden, die noch keine Schädigung der Haut verursacht haben.

Nach der Anwendung sollte das Imaverol nicht abgewaschen werden.

Bei den oben angegebenen Mengen sind uns keine Nebenwirkungen, oder Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, bekannt. Wir empfehlen dennoch die Rücksprache mit einem Tierarzt.

Äußerliche Anwendung mit Lebermoosextrakt

Lebermoosextrakt ist ein Naturprodukt. Moose gibt es seit über 35 Millionen Jahren. Zum Schutz haben diese Pflanzen Abwehrstoffe entwickelt, die gegen Pilze und Bakterien wirken. Die Abwehrstoffe, die diese Moose schützen, können auch das Pferd schützen. Die Wirkstoffe des Lebermoosextrakts werden in 70% Alkohol gelöst um eine höhere Ausbeute zu erzielen.

Die Anwendung ist für Pferde völlig unbedenklich. 20ml Lebermoosextrakt muss mit 100ml lauwarmem Wasser gemischt werden. Die betroffenen Hautstellen sind großflächig zu besprühen oder zu betupfen. Die Anwendung sollte mehrmals im Abstand von mehreren Tagen wiederholt werden. Schon nach wenigen Behandlungen tritt eine Besserung ein.

Nach der Anwendung sollte das Lebermoos nicht abgewaschen werden.

Bei den oben angegebenen Mengen sind uns keine Nebenwirkungen, oder Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, bekannt. Wir empfehlen dennoch die Rücksprache mit einem Tierarzt.

Innerliche Anwendung

Zur Beschleunigung der Abheilung kann gegen Hautpilz auch geimpft werden. Meistens reicht eine zweimalige Impfung im Abstand von 14 Tagen aus, in hartnäckigen Fällen muss die Impfung ein drittes Mal wiederholt werden.

Die Stärkung des Immunsystems des Pferdes sollte im Vordergrund stehen. Optimale Haltung und Ernährung des Pferdes stärken das Immunsystem. Stress, verursacht durch falsche Behandlung oder falsche Haltung, schwächt das Immunsystem. Große Mengen von Silage und Getreide schwächen das Immunsystem des Pferdes und sollten vermieden werden.

Vorbeugung von Hautpilz

Pferde entwickeln nach vollständig behandelter Pilzinfektion eine bis zu 5 Jahre währende Immunität gegen eine Neuinfektion. Die Regelmäßige Impfung gegen Hautpilz ist eine wirkungsvolle Vorbeugungsmaßnahme. Durch die Impfung verläuft die Krankheit meist wesentlich milder ab. Die Impfung kann jedoch nicht den Ausbruch der Erkrankung verhindern.

Desinfektion

Begleitend zu allen Maßnahmen müssen die Pilzsporen aus der Umgebung des Pferdes entfernt werden. Alle Gegenstände, die mit dem erkrankten Pferd Kontakt hatten, müssen desinfiziert und nach Möglichkeit bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Auch die Stallung des Pferdes sollte nach Möglichkeit desinfiziert werden. Diese Maßnahmen sollten wöchentlich durchgeführt und bis 4 Wochen nach Abklingen der Symptome beibehalten werden.

Weiterlesen: Stall- und Tierhygiene mit Chloramin T

Stall- und Tierhygiene

mit Chloramin T. Es ist ein weißes kristallines Pulver mit schwachem chlorähnlichem Geruch. Chloramin T besitzt eine hohe bakterizide Wirkung. Es wird deshalb als Desinfektionsmittel und Antiseptikum in Medizin und Technik verwendet.

(Quelle: Wikipedia)

Halamid mit Chloramin T

Halamid ist gegen alle bedeutenden, gefährlichen Mikroorganismen wirksam und weit verbreitet als professionelles Desinfektionsmittel mit breitem Wirkungsspektrum, dessen Wirksamkeit gegen alle Arten von Mikroorganismen wie Gram-positive und Gram-negative Bakterien, nackte und umhüllte Viren, Pilze und Parasiten bewiesen ist. So gewährleistet Halamid hervorragende Ergebnisse bei allen professionellen Hygieneanforderungen.

Halamid ist ein lang haltbares Desinfektionsmittel in allen Bereichen der Stall- und Tierhygiene. Es ist in erster Linie ein Oberflächen Desinfektionsmittel. Es wird stets als verdünnte Wasserlösung eingesetzt. Es wird von Landwirten erfolgreich als Spray, Zerstäuber oder mit Nebelgeräten eingesetzt. Auch bei der Tierdesinfektion vor Ort wird Halamid eingesetzt.

Halamid ist ein oxidierendes Mittel mit Chloramin T. Die Wirkung beruht auf einer irreversiblen Zerstörung der Hülle und des Zellmaterials der Mikroorganismen. Bei der Desinfektion durch Oxidation werden die Mikroorganismen erfolgreich abgetötet und haben keine Gelegenheit, gegen Halamid® resistent zu werden.

Die Vorteile von Halamid sind: Breites Wirkungsspektrum, als Lösung nicht materialschädigend, einfacher und vielseitiger Gebrauch, schnell biologisch abbaubar, keine Entstehungsgefahr resistenter Mikroorganismen.

(Quelle: Halamid)